Ein Tag Kultur muss auch mal sein

Es ist Wochenende in Istanbul, das heißt, zu den ganzen Touristen aus aller Welt gesellen sich auch die Einheimischen auf der Suche nach Entspannung. Das haben wir heute auch gemerkt.

Da wir im Vorfeld auf die Lektüre jeglicher Reiseführer verzichtet hatten, war uns auch der beste Weg per ÖPNV zu den wirklichen Sehenswürdigkeiten Istanbuls nicht klar. Solange wir aber zwei gesunde Beine haben, benutzen wir eben die. Langes Ausschlafen musste aber sein, wir haben ja Urlaub.
Anschließend Fleischzufuhr in Form eines Brunchs, um die Kraft für den Tag zu tanken. Matt hat sich gefreut, direkt nach dem Aufstehen gleich was verklappen zu dürfen.

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Unser Weg führte uns durch unser Viertel, Beyoglu, runter zur Galatabrücke, auf der schon am frühen Nachmittag zahlreiche Angler auf Sprottenfang waren. Auch so eine Vater- und Sohn-Kiste hier, wie wir festgestellt haben. Danach durch Verkehrgewühl, links abgebogen, in Richtung Hagia Sophia, oder das, was wir von unserem Standpunkt dafür hielten.
Auf unserem Weg lag allerdings noch das Viertel vor dem Grand Bazar, was sich prima truf, denn wir brauchten noch Brotwender und Armani-Uhren. Also haben wir das auch noch mitgenommen, nicht ohne die wirklich beeindruckende Markthalle zu fotografieren.

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Und wer auf Gewürze steht, ist hier genau richtig:

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Auch wenn es auf dem Bild nicht danach aussieht, es herrscht Gedränge, was ja auf einem Markt nichts Ungewöhnliches ist. Und wir haben sogar den klassischen deutschen/amerikanischen/westeuropäischen (nichtzutreffendes streichen) männlichen Touristen getroffen: Sneaker, weiße Socken, Basecap, Spiegelreflex, Gürteltasche. Die trifft man ja auch überall. Bitte erschießt mich, sollte ich irgendwann mal so durch fremde Länder streichen!

Kurzum, den Basar überlebt und gleich gen Tempelberg, ich korrigiere, Moscheehügel. Schön touristisch zurechtgemacht, alles gut erschlossen, beschildert und sauber gehalten.
Vor der Hagia Sophia standen die Massen, deswegen haben wir uns um die Ecke zu den Mausoleen geschlichen, bei denen ersten der Eintritt frei ist und die zweitens, fotografisch auch ganz nett waren:

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Ganz ehrlich gesagt, hat mich die Blaue Moschee mehr beeindruckt. Warum? Ähnliche Größe, architektonisch ansprechender, nicht so überlaufen:

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Zurück ging’s dann per Tram, die uns beinahe vor der Haustür rausgelassen hat. Und auf dem Heimweg lag passenderweisende der Barbier, bei dem ich mir die geplante Rasur abgeholt habe. Für 3,50 € kann man da nicht meckern und besser als mit allen Gillettes ist es allemal.

Jetzt erstmal einen kleinen auf diese Stadt trinken und dann ein Nickerchen…

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Bis morgen…

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